Weltspartag 2015 – Kinder und Taschengeld

Weltspartag 2015 in Deutschland

Gerade für Kinder kann dieser Tag aufregend sein. Denn viele Banken haben an diesem Tag oder sogar in der ganzen Woche Aktionen laufen. Bei der Sparkasse beispielsweise, bekommt man als Kind – wenn man zu dieser Zeit Geld zur Bank bringt – ein Geschenk überreicht. Daher heißt es jedes Jahr für viele Kinder: Sparschwein plündern und ab damit aufs Sparbuch.

Wir haben uns in diesem Zusammenhang die Frage gestellt: Wie ist das eigentlich mit Kindern und Taschengeld. Ab welchem Alter ist es sinnvoll und vor allem wie viel sollte das Kind bekommen?

Ist Taschengeld sinnvoll?

Mit Taschengeld haben Kinder jeden Monat, oder jede Woche, einen bestimmten Betrag zur Verfügung. Mit diesem können sie sich Dinge kaufen, die sie von den Eltern nicht bekommen. Oder sie erfüllen sich Wünsche, die nicht bis zum nächsten Geburtstag warten können.

Das Kind übt dadurch den Umgang mit Geld, lernt den Unterschied zwischen ‚billig’ und ‚teuer’ einzuschätzen und die Einteilung des Geldes auf einen bestimmten Zeitabschnitt richtig zu organisieren. Das sind wichtige Fähigkeiten – vor allem wenn man sich die Personen aus dem eigenen Bekanntenkreis vor Augen führt, die nicht mit Geld umgehen können wird klar, warum man seinen eigenen Kindern unbedingt, die Möglichkeit geben sollte, das Geldausgeben zu „üben“.

Wie sollten Sie vorgehen?

Geben Sie Ihrem Kind das Geld möglichst immer zum gleichen Zeitpunkt, sodass Ihr Kind die Einteilung des Geldes gut im Voraus planen kann. Das Geld kann wöchentlich oder auch monatlich ausgezahlt werden.

Worauf sollten Sie achten?sparschwein

Die Streichung des Taschengeldes sollte nicht als Strafe eingesetzt werden. Ebenfalls sollten Sie Ihrem Kind nicht vorschreiben, was es mit dem Geld kaufen darf und was nicht. Auch sollte Ihr Kind sie nicht an die Auszahlung des Geldes erinnern müssen, da es ihm unangenehm sein könnte. Machen Sie die Taschengeldübergabe daher immer an einem fixen Termin und denken Sie selbst daran. Eine Erinnerung im Kalender des Smartphone kann helfen.

Die Höhe des Taschengeldes

Jedes Kind ist anders. Manche sparen gerne, andere geben ihr Geld umgehend aus. Allerdings sollten Sie die Höhe des Geldes nicht an diesen Eigenschaften orientieren. Heißt folglich, nicht dem einen Kind, nur weil es viel Geld ausgibt mehr Geld zur Verfügung stellen oder dem sparenden Kind keine Erhöhung geben, da es ja schon ‚genug’ hat.

Die Höhe des Taschengeldes pauschal allgemeingeltend festzulegen ist auch nicht sinnvoll, da viele Faktoren abhängig sind. Daher können Sie sich unter anderem daran orientieren, wie viel Geld die Freunde des Kindes bekommen. Zusätzlich können Sie einmal zusammentragen, wofür Ihr Kind eigenes Geld brauchen könnte und jeweils wie viel.

Es ist sinnvoll, das Taschengeld in Abständen zu erhöhen, beispielsweise beginnend zu jedem neuen Schuljahr und dem Aufsteigen in eine höhere Klasse. Auch der Geburtstag ist eine gute Gelegenheit, das Taschengeld zu erhöhen.

Um Gerechtigkeit zwischen Geschwistern aufrechtzuerhalten, ist es empfehlenswert, jede Taschengelderhöhung des ersten Kindes schriftlich festzuhalten, damit das nächste Kind im selben Alter nicht mit weniger Geld auskommen muss. So wird Neid unter den Geschwistern erhoben.

In unserer Redaktion erinnert sich eine Mitarbeiterin daran, dass das Taschengeld (in DM!) immer in der Höhe des Alters ausgezahlt wurde. Aber leider fällt ihr nicht mehr ein, ob das wöchentlich oder monatlich der Fall war. Bei einer anderen Kollegin hat der alleinerziehende Vater die Auszahlung immer wieder vergessen, war aber sehr freizügig, wenn sie nach Geld gefragt hat. Im Gespräch zeigt sich, dass die Kollegin, die ihr Geld auf Anfrage bekommen hat, jetzt als Erwachsene sogar etwas besser mit ihren Finanzen umgehen kann, als die Kollegin, die Ihr Taschengeld in einem festen Betrag regelmäßig bekam. So kann es also auch gehen. Und jetzt ist die ganze Argumentationskette dieses Textes kaputt. Kinder sind einfach unberechenbar….

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