Kinder und Haustiere, geht das?

Egal ob zuerst das Baby da ist oder die Katze – es stellt sich die Frage, ob das Halten von Haustieren trotz Kleinkindern möglich ist.

Die Antwort darauf ist Ja. Dabei gibt es Verschiedenes zu beachten.

Worauf sollte man bei der Anschaffung eines Haustieres achten?

Leiden die Eltern des Kindes nicht an bestimmten Allergien, wie beispielsweise einer Katzenhaarallergie, stellt das für das Baby auch erst einmal kein Problem dar. Es sollten dennoch einige Punkte beachtet werden.

Das Tier sollte nicht mit dem Kind im Bett schlafen. Außerdem sollte es sowohl aus dem Schlaf- als auch aus dem Kinderzimmer ferngehalten werden. Es ist beispielsweise sinnvoll, einer Katze einen expliziten Platz auf dem Sofa zuzuweisen und diesen dann auch regelmäßig zu säubern. Für Hunde gibt es schöne Körbe in allen Größen, die sich gut ins Wohnzimmer oder in den Gang stellen lassen.
Bei Tieren, die im Käfig gehalten werden, ist es wichtig, diesen regelmäßig auszumisten. Auch Katzenklos sollten bestmöglich täglich gereinigt werden. Wichtig ist auch, dass sich Ihr Kind vor dem Essen die Hände wäscht, so kann Keimen vorgebeugt werden.
Sobald Ihr Kind zu krabbeln anfängt, sollten Futternapf und Fressen sicher aufbewahrt werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich das Kind selbst am Fressnapf bedient. Baby und Haustier sollte man natürlich niemals alleine ohne Aufsicht lassen.

Bild_Katze_grau_Artikel_HaustiereUngeziefer

Darf die Katze aus dem Haus, kann es sein, dass sie hin und wieder von Ungeziefer befallen ist. Auch ein Hund kann durch tägliches Spazierengehen im Freien Schädlinge mit nach Hause bringen. Im Fall von Würmern muss das Haustier sofort entwurmt werden. Dieser Situation kann jedoch vorgebeugt werden, indem es vorbeugend monatlich entwurmt wird. Besonders mit Kleinkindern ist dies zu empfehlen.

Auch Flöhe können sich im Fell des Tieres einnisten. Hier gibt es entsprechende Mittel. Flöhe sind ungefährlich, müssen allerdings auch sorgsam aus Teppichen, Decken oder Körben entfernt werden.

Wird das Tier andererseits nur in der Wohnung gehalten, ist das Risiko vor Ungeziefer geringer.

Leben mit dem Haustier

Wird das Kind älter, kann es bewusst in die Versorgung des Tieres miteinbezogen werden. Es kann helfen, das Tier zu füttern oder den Käfig auszumisten. Oder es schenkt ihm einfach nur Aufmerksamkeit.

Bild_Hund_Artikel_HaustiereWill das Kind mit dem Hund spazieren gehen, sollte man vorher feststellen, ob es stark genug ist, diesen an der Leine zu halten. Ist der Hund schwerer als das Kind, könnte er es, wenn er etwas zum Jagen entdeckt, mit sich reißen. Auch muss man sich vorher bewusst machen, wie der Hund im Zusammentreffen mit anderen Hunden reagiert. Kommt es häufiger zu Raufereien, ist das Kind hierbei möglicherweise überfordert. Auch sollte man die Routen erst einmal mit dem Kind zusammen ablaufen und ihm alles Wichtige erklären.

Allgemein fördert das Zusammenleben mit einem Tier die Entwicklung des Kindes. Es lernt, für das Tier zu sorgen und worauf dabei zu achten ist. Es übernimmt selbst Verantwortung und stärkt so das Selbstbewusstsein. Bei Problemen oder Traurigkeit kann ein Haustier das Kind mit seiner Anwesenheit unterstützen. Es ist zum Kuscheln da und hört ihm ohne zu widersprechen zu.

Aus eigener Erfahrung kann ich das Halten von Haustieren im Zusammenhang mit Kindern nur empfehlen. In meiner Familie hatten wir von Anfang an sowohl Hund als auch Katze. Ich habe dadurch den allgemeinen Umgang mit Tieren gelernt, habe mich nie vor anderen Tieren gefürchtet und hatte immer jemanden zum Kuscheln.
Allerdings durfte auch ich erst sehr spät mit unserem Hund spazieren gehen, da er aufgrund seiner Größe lange Zeit viel stärker war als ich.

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Kommentare

  1. Ich denke, dass auch die Eltern gut überlegen sollten, ob sie „Bock“ auf ein Haustier haben. Denn egal wie motiviert die Kinder am Anfang sind, langfristig wird viel Arbeit bei den Eltern hängen bleiben. Und das Herz muss auch dabei sein. Ein Haustier als neuen Mitbewohner zu „ertragen“ kann langfristig die Stimmung der Eltern negativ beeinflussen und sogar zu Streit führen. Meiner Erfahrung nach klappt es mit einem Haustier nur dann gut, wenn alle es wollen (und nicht nur die Kinder).

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