Vorleseservice für Kinder

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Vorlesen ist ein Thema – in fast jedem Alter. Aber nicht alle Eltern haben immer Zeit und Lust dazu. Ich kann von mir selbst berichten, dass mich das ständige anschauen der immer gleichen Kinderbücher fast wahnsinnig gemacht hätte. Zum Glück hat mein Mann da wesentlich mehr Ausdauer als ich… Vor allem im ersten Jahr, als es hauptsächlich darum ging, auf jeder Seite den „Wauwau“ und die „Uah“ zu entdecken, bin ich regelmäßig fast eingeschlafen.

So war ich sehr neugierig, als der neue Onlineservice LivingKidsBooks auf uns zugekommen ist. Zusammen mit meiner Redaktionskollegin Uli durfte ich den Video-Vorleseservice online testen. Hier kommen unsere Erfahrungen:

LivingKidsBooks für den 2 jährigen Sohn

Vorlesevideos für Kinder

Vorlesevideos für Kinder

Als Testfamilie aben wir uns natürlich gleich mal online das Angebot an verfügbaren Büchern durchgesehen. Einige Titel kannte ich aus meiner eigenen Kindheit in der DDR. Das hat mich positiv überrascht. Ihr braucht also keine Angst haben, dass es nur „neumodisches Zeug“ wie Conni und Lilifee zur Auswahl gibt.

Während unserer Testphase gab es bei den Buchtiteln noch keine Auskunft über das Alter, für das sie geeignet sind. Da ich viele Geschichten nicht kannte, mussten wir immer erstmal in das Video reinschauen, um zu beurteilen, ob unser Kind damit wohl noch überfordert wäre. Mittlerweile wurde das aber nachgerüstet – dadurch wird die Auswahl der passenden Vorlesevideos wesentlich einfacher.

In den Videos liegt das jeweilige Buch glatt auf dem Tisch. Die Kamera filmt von oben. Der Sprecher oder die Sprecherin bewegt beim Vorlesen die Hände. Die Kinder sehen also, um was es gerade geht oder werden darauf hingewiesen, welche Figur gerade spricht. Das ist in etwa so, wie man es selbst auch machen würde. Aber ein bisschen „cleaner“ und „ordentlicher“. Es wirkte auf mich sehr gewollt überdeutlich. Wie mein Sohn das fand, kann ich schlecht beurteilen.

Die Sache mit dem Vorlesen hat ihn während unserem Test eh nicht besonders interessiert. Natürlich ist es aufregend, wenn er mal an Mamas „Puter“ darf. Aber leider weiß er eben auch schon, dass dort (via YouTube) Bagger, Laster und Baustellen zu sehen sind. So dass er sich eigentlich kaum auf die Geschichte konzentriert hat, sondern immer nur nach den Baufahrzeugen gerufen hat.

Das erhoffte „in Ruhe Kochen“, das ich eigentlich vorhatte, hat also leider erst geklappt, als ich wieder eines dieser öden Baustellenvideos angeklickt habe, in denen man drei Stunden lang sieht, wie ein Kipplaster nach dem anderen voll geladen wird.

Ich denke, mein Kind ist einfach noch zu klein für LivingKidsBooks. Schauen wir mal, wie es Uli mit ihrem Sohn Finn ergangen ist:

LivingKidsBooks für den 5 ½ jährigen Sohn

Finn durfte durch die großen Brüder schon seit Geburt beim Vorlesen von Büchern mit hören. Er liebt es, Bücher und Comics anzusehen, und natürlich auch, wenn ihm jemand vorliest.

Als ich ihm anbot, LivingKidsBooks auszuprobieren, war er gleich dabei. Er starrte auf den Bildschirm und lauschte dem Vorleser, ganz gespannt, konzentriert und war nicht abzulenken.

Doch als die Geschichte vorbei war, kam kein „ich will noch einmal“, wie ich es eigentlich von ihm kenne. Ich habe mit ihm geredet, wie es denn im Vergleich zum Vorlesen von Mama oder Papa nun war, so ein Buch aus dem Computer… Er fand es ok, aber nicht so spannend. Es fehlte ihm das Kuscheln, das Nachfragen, das Buch selbst in der Handhalten und die Geschwindigkeit selbst zu bestimmen.

Mir ist aufgefallen, dass er beim persönlichen Vorlesen, viel mehr in die Geschichte eintaucht. Beim Lesen durch den Computer wartet er eher auf Bewegung. Da die Bilder sich dann aber nicht bewegen, was ja auch nicht der Zweck ist, ist das Interesse nicht so groß für ihn. Die Bewegungen der Hände der Vorlesenden waren ihm also nicht genug.

Unser Fazit zu LivingKidsBooks

Die Idee hat beide Mütter gleich begeistert, denn sofort keimt Hoffnung auf ein paar Minuten Ruhe und ungestörtes Arbeiten auf. Leider hat das aus verschiedenen Gründen mit unseren Kids nicht so gut geklappt. Wir werden das Vorleseportal später wieder mit unseren Jungs ausprobieren. Mal sehen, wie sie es mit einem höheren Alter finden…

Über LivingKidsBooks

LivingKidsBooks

LivingKidsBooks

Die Plattform ging vor einem Jahr, im Oktober 2014 online und enthält mittlerweile über 70 Videos zu verschiedenen Büchern. Die Zielgruppe sind Kinder im Vorlesealter und Leseanfänger, als von etwa 2 Jahren bis 7 oder 8 Jahren. Über den E-Mail-Newsletter wird man regelmäßig über neue Titel informiert und erfährt auch gleich etwas zum Inhalt des Buches.

Der Zugang ist in der Basis-Version kostenfrei (mit Registrierung). Für 14,99 € monatlich erhält man außerdem Zugriff auf alle Premium-Videos und kann die Plattform werbefrei nutzen.

Hier geht es zur LivingKidsBooks Webseite und hier zur Facebook Fanseite von LivingKidsBooks.

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Lisa Figas

Lisa Figas ist Mutter von zwei kleinen Kindern und arbeitet in Teilzeit als Projektleiterin. Sie berichtet über die Erlebnisse aus dem Familienalltag und macht sich Gedanken zu der Gesellschaft, in die wir unseren Nachwuchs eingliedern. Außerdem befasst sich Lisa mit Büchern rund um das Thema Elternschaft und schreibt dazu regelmäßig Rezensionen hier auf HausHofKind.

Kommentare

  1. „Viele Kinder und Jugendliche entdecken viel zu spat oder gar nicht, dass Lesen unglaublich viel Spa? macht und hilft, das Leben und die Menschen besser zu verstehen!”

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