Unser Jahreszeitentisch im April

Einen Jahreszeitentisch wollte ich eigentlich schon immer haben. Aber entweder fehlte der Platz oder die Kinder waren zu ungestüm, um Tücher, Figuren und Steine an ihrem Platz liegen zu lassen. Seit diesem Jahr haben wir nun endlich eine Ecke in unserer Küche gefunden, die wir (gemäß der Witterung und unseren Beobachtungen in der Natur) immer wieder neu gestalten.

Der Jahreszeitentisch im Familienalltag

Mittlerweile hat sich unser Sohn daran gewöhnt, morgens als erstes nach dem Jahreszeitentisch zu schauen, denn oft hat sich am Abend ein neues Blumenkind oder ein Tier oder eine andere Neuigkeit eingefunden. Hin und wieder dekoriert er sogar selbt etwas dazu. So kam er neulich auf die Idee ein Stück Holz als Brücke über unseren Bach zu legen. Außerdem sammelt er fleißig Steine als Uferbegrenzung und bringt manchmal eigene Ideen ein, wie zum Beispiel einen seiner Playmobil-Feuerwehmänner. So ganz entspricht das nicht der Idee des Jahreszeitentisches, aber man muss ja nicht so streng sein… Ich freue mich einfach, dass die Ecke in unserer Küche für unseren Dreijährigen so wichtig geworden ist.

Was steht auf dem Jahreszeitentisch?

Ich kenne den Jahreszeitentisch aus dem Waldorf-Kontext, da unsere Familie eine enge Bindung zur Anthroposophie hat. Insofern war auch schon etwas „Material“ vorhanden. So habe ich zum Beispiel mit großer Freude die kleinen Wurzelkinder ausgepackt, die meine Mutter selbst genäht hat.


Die Blumenkinder habe ich in einer Facebook-Waldorf-Verkaufsgruppe erstanden. Dort habe ich eine Frau gefunden, deren Stil mir sehr gut gefällt. Von ihr habe ich ein Schneeglöckchen, eine Tulpe und zuletzt das Vergissmeinnicht gekauft. Mal sehen, welche Blumen da im Laufe des Jahres noch bei uns einziehen werden.


Tiere haben wir im Moment noch nicht so viele. Mir gefallen ja die Ostheimer Holzfiguren wahnsinnig gut. Aber die sind wirklich teuer… Ich habe jetzt mal ein paar einheimische Tiere von Ostheimer auf meinen Wunschzettel gesetzt. Mal sehen…

Warum machen wir einen Jahreszeitentisch?

Mir geht es vor allem darum, ein Bewusstsein für die Veränderungen in der Natur zu schaffen. Natürlich sind wir viel draußen mit den Kindern und machen auch Ausflüge in den Wald oder in Parks. Aber sie wachsen eben in der Stadt auf und da bekommt man vieles doch nicht so gut mit. Deshalb versuche ich mit dem Jahreszeitentisch unsere Beobachtungen im Garten und in der Natur um uns herum zu verdeutlichen.

Ausblick: Unser Jahreszeitentisch im Mai

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Lisa Figas

Lisa Figas ist Mutter von zwei kleinen Kindern und arbeitet in Teilzeit als Projektleiterin. Sie berichtet über die Erlebnisse aus dem Familienalltag und macht sich Gedanken zu der Gesellschaft, in die wir unseren Nachwuchs eingliedern. Außerdem befasst sich Lisa mit Büchern rund um das Thema Elternschaft und schreibt dazu regelmäßig Rezensionen hier auf HausHofKind.

Kommentare

  1. Alexandra sagt: April 12, 2017 at 10:09 am

    Huhu,

    Guck mal nach Holzspielwaren Ackermann. Die sehen fast so aus wie Ostheimer, sind aber bei Weitem nicht so teuer.

    LG Alexandra

  2. Schön in Szene gesetzt hast du meine Blumenkinder, liebe Lisa. Wenn es mit den Ostheimer Tieren nicht klappen sollte, bekommen wir das vielleicht ja auch noch hin?
    LG Silvia

  3. […] Rückblick: Jahreszeitentisch im April […]

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